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    Obwohl TikTok im Gesamtnutzeranteil hinter Instagram liegt, wird es deutlich intensiver genutzt: Mehr als die Hälfte der TikTok-User (64 Prozent) verbringt täglich über eine Stunde auf der Plattform, bei Instagram sind es 35 Prozent und bei YouTube Shorts 23 Prozent. Mit sinkendem Alter steigt die Nutzungsdauer.

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    Eva-Maria Sommer, Direktorin der Medienanstalt Hamburg / Schleswig-Holstein

    Insbesondere Jugendliche werden von Kurzvideos in den Bann gezogen, sie sind mitunter ihre primäre Quelle für aktuelle Nachrichten. Umso wichtiger ist ein ausgewogenes Angebot an Informationen auf sozialen Netzwerken und mehr Transparenz darüber, welche Inhalte mit welcher Reichweite vom Algorithmus ausgespielt werden. So erfreulich das Interesse auch ist, so müssen wir doch die Gründe im Blick behalten, warum Jugendliche – durchaus ungewollt – zu viel Zeit auf diesen Angeboten verbringen.

    Die Mehrheit der regelmäßig Nutzenden verbringt mit Kurzvideos oft mehr Zeit, als ihnen lieb ist. Je jünger die Nutzenden, desto häufiger werden nach eigener Wahrnehmung zu viele TikToks, Reels und Shorts geschaut. Bei den 14- bis 19-Jährigen ist die ungewollte Nutzung am höchsten: Hier geben 72 Prozent an, TikTok häufig länger als gewollt zu nutzen – und 65 Prozent Instagram Reels.

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