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  • Transparenz-Check: Digitale Diskussionsräume

    Kommentarbereiche unter journalistisch-redaktionellen Beiträgen in den Sozialen Medien sind zentrale Orte für Meinungsäußerungen und Debatten. Nutzerinnen und Nutzer sollten die Möglichkeit haben, sich frei auszudrücken. In den letzten Jahren wurden zahlreiche Maßnahmen eingeführt – sowohl gesetzliche Vorgaben wie den Digital Services Act (DSA) als auch durch plattformeigene Mechanismen. Mit dem Ziel die Meinungsfreiheit zu schützen, indem ein fairer und gewaltfreier Diskurs ermöglicht wird. 

    Dieser Transparenz Check untersucht die Diskursqualität und Beteiligungsbereitschaft unter journalistisch-redaktionellen Beiträgen in Sozialen Medien. Ziel ist es herauszufinden, wie die Diskursqualität in öffentlichen Diskussionen in Online-Kommentarbereichen wahrgenommen wird und welche Faktoren und Dynamiken die Bereitschaft beeinflussen sich an diesen Diskussionen zu beteiligen.

    Dazu wurden Kommentarbereiche unter journalistisch-redaktionellen Beiträgen in Sozialen Medien untersucht. Die Befragten haben konkrete Beispiele bewertet, um ihre Bereitschaft zur Teilnahme an Online-Diskussionen und die Wirksamkeit von Moderationsstrategien und Kennzeichnungen zu untersuchen. Um ein umfassenderes Verständnis der Dynamiken in Online-Diskussionen zu erlangen, wurde zusätzlich der Umgang von Redaktionen und Journalisten mit Kommentarbereichen untersucht, sowie die Verbreitung von sogenannten „Bots“ in Kommentarbereichen.

    Über die Studie

    pollytix strategic research gmbh führte im Auftrag der medienanstalten eine Inhaltsanalyse von 6.485 Kommentaren unter 39 Beiträgen von Bild, der Spiegel, Süddeutsche Zeitung und Die Zeit auf Facebook, Instagram und YouTube durch. Der Analyse-Zeitraum der Beiträge umfasste den 30.6.-30.7.2025. Anschließend wurden zwischen dem 23. September 2025 und dem 6. November 2025 insgesamt 11 Tiefeninterviews mit Social Media Redakteur:innen, Social Media Community Manager:innen sowie Expert:innen im Bereich Social Media geführt. Die Tiefeninterviews fanden via Online-Meeting statt.

    Vom 5. bis 14. Dezember 2025 folgte eine repräsentative Online-Studie unter Internetnutzer:innen in Deutschland. Insgesamt wurden 3.003 Personen ab 16 Jahren befragt. Ziel der mehrstufigen Studie war es, ein breites Verständnis von Nutzer:innen und ihren Einstellungen zu Diskursräumen unter journalistisch-redaktionellen Beiträgen auf Social Media zu erlangen. Die quantitative Befragung diente zur Validierung der qualitativen Befunde und vertiefte einige Aspekte. Für weitere Analysen wurden zudem Fragen zu soziodemographischen Angaben, beispielsweise Alter, Bildung oder Wohnort, sowie Fragen zu Mediennutzung, Medienwissen Wissen zu Benutzeroberflächen und Empfehlungssystemen im Detail gestellt.